Zum ersten Mal höher qualifizierte Berufsbildende diplomiert

Im Herbst 2010 hat das Zentralschweizer Kompetenzzentrum für die Bildung von Berufsbildenden mit dem Diplomlehrgang für eidgenössisch diplomierte Berufsbildende in Lehrbetrieben begonnen.
Ende 2011 haben die ersten Absolventinnen und Absolventen den Bildungsgang erfolgreich abgeschlossen. Am Freitag, 30. März 2012, wurden die neun erfolgreichen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner des ersten Bildungsgangs diplomiert.

Wer Lernende ausbilden will, benötigt eine berufspädagogische Ausbildung. Viele absolvieren den 5-tägigen Berufsbildnerkurs. Nach diesem Kurs ist für die meisten Berufsbildenden die berufspädagogische Bildung abgeschlossen. In einigen ist das Bedürfnis gewachsen, die berufspädagogischen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen. Sie haben die Gelegenheit wahrgenommen, dass in der Zentralschweiz neu auch das eidgenössische Diplom "Berufsbildner/in in Lehrbetrieben" erworben werden kann.

Innerhalb von etwas mehr als einem Jahr haben die Absolventinnen und Absolventen des Diplomlehrganges 100 Lernstunden geleistet und dabei drei selbstständige Arbeiten zur Bildung von Lernenden verfasst. Sie haben innerhalb eines Jahres rund 5% ihres Arbeitspensums für die Verbesserung der Ausbildung von Lernenden in ihren Betrieben investiert. Sie konnten innerhalb des Bildungsgangs auch ihre Meinungen und Erfahrungen mit anderen engagierten Berufsbildenden austauschen.

An der Diplomfeier wurde betont, dass die Berufsbildenden die zentralen Erfolgsfaktoren der beruflichen Bildung darstellen. Niemand verbringt mehr Zeit mit den Lernenden, keine andere Bezugsperson hat so grossen Einfluss auf die Entwicklung der jungen Berufsleute. Leider erfahren die Berufsbildenden noch nicht die Wertschätzung und Anerkennung, die sie verdienen. Oft müssen sie für genügende Ressourcen kämpfen. Die Höherqualifizierung ist ein erster Schritt hin zu mehr Anerkennung und zu mehr Wertschätzung.

NEU: Höherqualifizierung für Berufsbildner/innen

Diplom "Berufsbildner/in in Lehrbetrieben"

Das eidgenössisch anerkannte Diplom (BBV Art. 44) fordert nebst dem vorab besuchten fünftägigen Grundkurs für Berufsbildner/innen im Minimum 10 Weiterbildungstage.

Die dreitägigen Weiterbildungsseminare bestehen aus Präsenzunterricht und aus Selbstlerntagen (E-Learning). Zwischen den Präsenzunterrichtstagen erhalten die Teilnehmenden Anbindung an eine E-Learning-Plattform und Zeit für die Erstellung der nachfolgend erwähnten Leistungsnachweise. Dafür wird jeweils ein Selbstlerntag als Weiterbildungstag angerechnet.

Diplomvoraussetzungen: Die Teilnehmenden müssen drei Themenbereiche aus den gewählten Hauptprozessen nach
Vorgaben dokumentieren. Diese Leistungsnachweise werden durch die Kursleitung bewertet.

Als Einstieg empfehlen wir das zweitägige Seminar Standortbestimmung und Weiterbildungsplanung als fakultative Grundlage.

Für weitere Auskünfte können Sie uns unter der Telefonnummer 0844 411 422 (Ortstarif) kontaktieren.

Mehr zum Diplom finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik Diplom

Wir sind an der Zebi 2011!

Halle 2, Stand B232

Vom 3.- 8. November 2011 präsentieren wir uns täglich von 9 - 17 Uhr in der Halle 2, Stand B232 an der Zentralschweizer Bildungsmesse!
Kommen auch Sie bei uns am Stand vorbei und lassen Sie sich überraschen - nebst uns finden Sie 600 Weiterbildungsangebote
und Informationen über 120 Lehrberufe, die auch für uns als Berufs- und Praxisbildner/innen interessant sein können.
Der Besuch der Messe ist kostenlos. Ein attraktives Messeprogramm rundet das Rahmenprogramm ab. Mehr Infos unter www.zebi.ch.

Wir freuen uns auf Sie!

Lernende werden knapp - reagieren Sie jetzt!

Bereiten Sie sich auf den Lernendenmangel vor. Sonst ergeht es Ihnen, wie dem einen oder anderen Berufsbildner in ländlicher Region, wo angebotene Lehrstellen vakant bleiben. Demografische Faktoren nehmen vorweg, was in ein, zwei Jahren auf uns zukommt:

Sinkende Schülerzahlen machen Lernende zur Mangelware.

Vorschläge, was sie als Berufsbildner/in tun können, um auch in Zukunft alle Lehrstellenstellen zu besetzen:

1. Früher mit der Suche beginnen (Fair-Play lässt grüssen.....leider!). Der Wettbewerb besonders um gute Schulabgänger wird heftig. Deshalb schon im Spätsommer vor dem Abgangsjahr mit der Direktansprache beginnen.
2. Suche regional ausweiten. Die nächstgelegene Schule wird nicht mehr Ihren gesamten Bedarf abdecken. Erweitern Sie deshalb das Suchgebiet.
3. Lernenden eine Unterkunft bieten. Falls Ihr Firmensitz nicht in einer grösseren Ortschaft liegt, müssen Sie damit rechnen, dass Lernende nicht aus Ihrem Ort kommen. Solche Schulabgänger können Sie gewinnen, wenn Sie Lernenden eine Unterkunft anbieten. Betriebe in entlegenen Gegenden tun das schon.
4. Erfolgreiche Methoden anderer Arbeitsmärkte anwenden. Bei der Suche nach Ingenieuren ist es üblich, dass Unternehmen direkt mit den Ausbildungsstätten, der Studierenden zusammenarbeiten. Bauen Sie Partnerschaften mit Schulen auf.
5. Halten Sie Ihre Kosten unter Kontrolle. Halten Sie genau fest wo, wann und mit welchem Einsatz Sie welchen Lernenden gewonnen haben. Das erlaubt es Ihnen, Ihre Mittel auf ergiebige Kanäle zu konzentrieren.

1